Warum Identität so zentral ist
Fast alle Organisationen von Justiz und Straffälligenhilfe wünschen den Ausstieg aus der Straffälligkeit zu unterstützen. Der alleinige Fokus auf das Ausbleiben von Rückfällen verhindert an vielen Stellen aber eine ganzheitliche Herangehensweise, die nötig wäre, um das Ziel der Straffreiheit tatsächlich zu erreichen. Damit ein stabiles Leben außerhalb der Straffälligkeit gelingen kann, brauchen die Betreffenden das Gefühl, handlungsfähig zu sein und ihren Lebensweg beeinflussen zu können. Entscheidend ist auch, ob es gelingt, die eigene Motivation und Orientierung beizubehalten, wenn Hindernisse auftreten. Dazu zeigt die Forschung: Um Ausstieg wirksam zu ermöglichen, braucht es die Bildung einer neuen, positiven Identität, die im Einklang mit den geltenden strafrechtlichen Normen steht.
An wen sich Schulungen zu Indentität & Desistance richten
Sich intensiv mit dem Thema Identität im Desitance-Prozess zu beschäftigen, kann die Wirksamkeit in der forensischen Arbeit stark erhöhen, und zwar sowohl in der Bewährungs-und Straffälligenhilfe, Führungsaufsicht, den Jugend- und Justizvollzuganstalten, sozialtherapeutische Einrichtungen, dem Maßregelvollzug und forensische Kliniken, der forensischen Nachsorge und Fachambulanzen als auch in allen Vereinen, die aktiv bei einem Ausstieg unterstützen. Dies betrifft beinahe alle Fachkräfte dieser Einrichtungen aus den Bereichen:
Wir haben bereits viel Erfahrung in zahlreichen Regionen sammeln dürfen.
Die Dozentinnen
Stefanie Schmidt und Johanna Herrmann arbeiten bereits seit Jahren in einem engen Tandem zusammen. Gemeinsam schulen sie im deutschsprachigen Raum in unterschiedlichsten Einrichtungen und Settings der forensischen Praxis. Mit den Fortbildungen, Vorträgen und Buchbeiträgen setzten sie sich aktiv für eine ganzheitliche und ressourcenorientierte Arbeit mit straffällig gewordenen Menschen ein.

Dr. Stefanie Schmidt
Diplompsychologin, interkulturelle Trainerin, systemische Beraterin
Stefanie hat sich schon früh im Psychologiestudium mit Fragen der Identität und Ausstiegsprozessen aus kriminellen Karrieren beschäftigt. In ihrer Promotion zu „Interkulturellen Aspekten der Kriminalprognose“ befasste sie sich theoretisch und empirisch viel mit kulturell diversem Erleben des Selbst und der Beziehung zur Welt. In der Praxis orientiert sie sich sehr am Good Lives Model (GLM) und der Akzeptanz-& Commitment-Therapie (ACT) um Veränderungsprozesse anzuregen und zu begleiten. Für sich selbst und für andere nutzt sie dabei gerne die menschliche Kraft der Identifikation. Stefanie ist überzeugt, dass jede Person die Qualitäten eigener Idole in einer Heldenreise verwirklichen kann.

Johanna Herrmann
M.Sc. Psychologie, psychologische Psychotherapeutin & systemische Therapeutin
Johanna hat seit Beginn ihrer Tätigkeit als Psychotherapeutin im Justiz- und Maßregelvollzug viele Personen in bedeutsamen persönlichen Veränderungsprozessen unterstützt. Fragen wie „Wer bin ich?“ und „Was ist meine Aufgabe?“ sind Wegbegleiter auch auf Johannas Reise durchs Leben. Erschienen diese Fragen zu Anfang noch erschreckend groß und komplex, so liefern sie ihr heute auch im Kleinen immer wieder wertvolle Impulse. Das tiefgehende Potential von Identitätsfragen möchte sie dafür einsetzen, auch andere in ihren persönlichen Veränderungsprozessen zu unterstützen.
Schulungen für unterschiedliche Anliegen und Settings
Wir bieten Schulungen und Weiterbildungen zu den Themen Identiät & Desistance in ganz unterschiedlichen Formaten an, um den verschiedenen Zielen, Zielgruppen und Zeitpunkten gerecht zu werden. Fragen Sie uns gerne an.
Was Teilnehmende aus unseren Workshops mitnehmen
Wir haben unseren Workshop ganz bewusst so gestaltet, dass wir sowohl viel Raum für Selbsterfahrung als auch den direkten Praxistransfer schaffen.
sinnstiftende Impulse
für sich selbst und die berufliche RolleFachlicher Input wird gestützt durch Selbsterfahrungen, Reflexionen und Übungen im Team.
zahlreiche Tools
die direkt einsetzbar sindAus unterschiedlichen Modellen und Ansätzen werden praxistaugliche Ideen zur Anwendung gesammelt.
vielseitiges Material
zum nachhaltigen LernenAlle erhalten ein Handout und umfangreiche Zusatzmaterialen zu den vielen Anregungen und Übungen.
diverse Anregungen
aus einem lebendigen, kollegialen AustauschEs gibt viel Raum, um aktuelle Anliegen und Themen aus der Praxis gemeinsam zu besprechen.
Ablauf eines Workshops
In der zwei- bis dreitägigen Veranstaltung werden wir zeigen, wie der ressourcenorientierte Aufbau einer als sinnstiftend erlebten Identität unterstützt werden kann. Mit verschiedenen methodischen Herangehensweisen wollen wir, dass die Teilnehmenden die Bedeutsamkeit der Identitätskonstruktion im Desistance-Prozess verinnerlichen, verschiedene Methoden selbst an sich erleben, sowie sich der eigenen Identität und Gestaltungsmöglichkeiten bewusst werden.
Workshop-Inhalte
Kontaktieren Sie uns gerne!
Fortbildungen, Schulungen, Workshops, Vorträge – alles zum Thema Identität & Desistance.
